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Verfall der deutschen Sprache schreitet unaufhaltsam voran

Ja, es ist schon ein Kreuz mit der deutschen Sprache. Lang, lang ist die Geschichte und die deutsche Sprache hat sich im Laufe der Jahrhunderte zu dem entwickelt, was sie heute darstellt. Eigentlich deshalb, weil es den Bildungsinstituten, also Schulen, offenbar nicht mehr gelingt, ihren Schülern ordentliche Kenntnisse der Rechtschreibung sowie der Grammatik zu vermitteln.

Rainer Hill

Naja, so ganz richtig ist das ja auch nicht. Wie viele wissen, wird die Bildung in unserem Land ja seit Jahren sträflich vernachlässigt, da die Obrigkeit keine gut gebildeten Bürger benötigt, sondern billige Arbeitskräfte und die sollen keine literarischen Kunstwerke vollbringen. Es reicht, wenn die ihren Namen unter einen Kreditvertrag setzen können. Fertig.

Dementsprechend muß man sich nicht wundern, wenn man in den „sozialen“ Medien, wie Facebook, Kommentare liest, die vor Fehlern nur so strotzen und sich so manch älterer Deutschlehrer die Haare rauft. Da tauchen dann so Sätze auf, wie z.B. bei dieser Umfrage hier:

„Wer ist dafür das bei beleidigung eine verwahrnung gibt und bei wiederholung den rauswurf“

Das sind 4 Substantive/Hauptwörter die schon mal durch Kleinschreiben falsch geschrieben wurden. Einmal Interpunktionsfehler, da nach dem Wort „dafür“ ein Komma gehört hätte, es folgt der nächste grammatikalische Fehler: „das“ hätte bei richtiger Schreibweise des Satzes mit „ss“ enden müssen gefolgt von einem „es“. Der Satz hätte also richtigerweise lauten müssen:

„Wer ist dafür, dass es bei Beleidigung eine Verwarnung gibt und bei Wiederholung den Rauswurf?“

Ist das denn so schwer? Ein Satz mit gerade einmal 14, richtig 15 Wörtern und sieben Fehler, da sträuben sich einem doch die Nackenhaare.

Deutsche Sprache im Internet

Gut, wenn man sich jetzt natürlich daran gewöhnt hat, daß man im Internet schnell und sorglos mit seinem Wortschatz umgeht, da lassen viele schon mal die Großschreibung fallen, da es ja doch recht mühselig ist, die „Shift-Taste“ zu drücken, das kostet Zeit und man vergißt vielleicht, was man eigentlich sonst schreiben wollte. Das kann schon mal vorkommen.

Aber auch sonst wird mit der eigenen Sprache im Intenet sehr lax umgegangen. Teilweise finden Sprachwissenschaftler das angeblich ja interessant, aber dem muß man nicht wirklich zustimmen.

Wußten Sie, daß so manch geflügelter Spruch, den man heutzutage so zum Besten gibt, aus der Literatur stammt? Aus Goethes „Faust I“ sind zum Beispiel die Sätze:

„Das also war des Pudels Kern“ oder „Die Worte hör ich wohl, allein mir fehlt der Glauben“.

Wenn man sich dagegen die Auslassungen im Netz ansieht, da kann einem echt Bange werden:

„Die Pildung in Deutschland is auf einem hohn Nivo. Die Kinder in der Schule lehrnen fiel Stoff unt fiele begraifen kar nich worum es bei manschen sachen get. Die Geschichte leert uns aber, das mann aus seinen Fälern lehrnen kan.“

Okay, das war jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber stellen Sie sich mal den ganzen Artikel in genau diesem Kauderwelsch vor. Das wäre schon beinahe Körperverletzung.

Aber Texte wie der eben, also Kommentare die im ähnlichen Stil geschrieben sind, gibt es wirklich und da beschweren sich die Gutmenschen tatsächlich, daß es Menschen, Parteien gibt, die die Bildung in unserem Land wieder verstärkt fördern wollen.

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Cpt.Chilli

“Eigentlich deshalb, weil es den Bildungsinstituten, also Schulen, offenbar nicht mehr gelingt, seinen Schülern ordentliche Kenntnisse der Rechtschreibung sowie der Grammatik zu vermitteln.”

In beiden Fällen (“Bildungsinstituten”, “Schulen”) müsste es lauten “ihren Schülern …”. Anschlussfehler! Ein Fehler, der in letzter Zeit in vielen Texten auffällt.

Mit besten Grüßen
Cpt.Chilli

Joachim Sondern
Admin

Danke, stimmt 🙂 Auch wir sind nicht gänzlich frei von Fehlern.